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Iranische Filme bei der VIENNALE 2004
برنامهً فيلم های ايرانی در جشنوارهً ويناله در وين از 15 تا 27 ماه اکتبر

SPIELFILME

Do. 21.10.2004 um 11 Uhr, Urania und

Fr. 22.10.2004 um 16 Uhr, Urania

DASTAN  NATAMAM

Iran / Irland 2004

Regie: Hassan Yektapanah

Darsteller: Mazdak Taebi, Mohamad Assadi, Peyman Jafari, Hassan Gol Mehdi Abadi

In unwegsamen Regionen des östlichen Iran begleiten ein Regisseur und ein Kameramann eine Gruppe illegaler Flüchtlinge auf ihrer gefahrvollen Odyssee. Nach einer Auseinandersetzung werden die beiden Filmer kurzerhand auf die Straße gesetzt und finden sich allein in der menschenleeren Gegend wieder. Die Flüchtlinge werden von der Polizei aufgegriffen, aber das wieder aufgetauchte Filmduo kann alle Beteiligten dazu überreden, in ihrer Doku-Fiktion mitzuspielen

Unter allen heute möglichen Grenzübertritten sind die häufig besonders prekär, die in der Dritten Welt und den Entwicklungsländern unternommen werden. Sie sind durch Armut, Verzweiflung, Mangel an Wohnraum und politische Umwälzungen motiviert

Man reist, um Lebensmittel zu beschaffen, manchmal geht es dabei ums nackte Überleben. Man hofft auf Frieden oder wenigstens auf eine bessere Zukunft. Meiner Ansicht nach ist das, was diese Reisenden zu finden erwarten, nichts als ein Trugbild. Ich wollte authentisch von der Realität erzählen     Hassan Yektapanah

HASSAN YEKTAPANAH

Geboren 1963 in Teheran. Beginnt seine filmische Laufbahn als Regieassistent bei Abbas Kiarostami und Jafar Panahi. Mit seinem ersten Film, Djomeh (2000, VIENNALE 2000), gewinnt er die Caméra dOr in Cannes für den besten Erstlingsfilm, Story Undone ist sein zweiter Langspielfilm

 

Mo. 25.10.2004 um 23 Uhr, Stadtkino und

Di. 26.10.2004 um 15:30 Uhr, Gartenbau Kino

LAKPOSHTHA HAM PARVAZ MIKONAND

Iran / Irak 2004

Regie: Bahman Ghobadi

Darsteller: Avaz Latif (Agrin), Soran Ebrahim (Satellit), Saddam Hossein Feysal (Pasheo), Hiresh Feysal Rahman (Hangao), Abdol Rahman Karim (Rega), Ajil Zibari (Shirko)

Im kurdischen Grenzgebiet zwischen der Türkei und dem Irak ist ein 13-jähriger Junge auf seinem Fahrrad unterwegs und repariert Fernsehgeräte, richtet Antennen ein und installiert Satellitenschüsseln. Auch die Ärmsten der Armen wollen sehen, was die Welt weiß, und warten auf die Nachricht vom Ausbruch des großen Krieges zwischen den USA und dem Irak. Satellit, so der Name des jungen Bastlers, ist ein Verbündeter der Kinder, die zum großen Teil als Waisen, manche von ihnen von Minen verstümmelt, in den Bergdörfern leben

Und plötzlich ist da Agrin, ein 14-jähriges Mädchen, begleitet von ihrem größeren Bruder, der keine Arme mehr hat, aber dafür vernünftige Visionen; und dem kleineren, der blind ist. Aber nicht wirklich ihr Bruder ist, sondern hassgeliebter Sohn, gezeugt von einem unbekannten irakischen Soldaten, der Agrin vergewaltigt hat. Wie alle anderen ahnt Satellit nichts davon; nur kurze scheue Dialoge, viele vergebliche Blicke der Sehnsucht verraten, wie tief sie sein Herz berührt hat. Er wird sie nicht retten können, schon im ersten düsteren Filmbild deutet der kurdische Regisseur Bahman Ghobadi unmissverständlich ihre verzweifelte, todessehnsüchtige Traurigkeit an

BAHMAN GHOBADI

Geboren 1969 in Bané, Iran. Dreht zahlreiche Kurzfilme und arbeitet als Assistent von Abbas Kiarostami. In Samira Makhmalbafs Blackboards (2000) ist er als Darsteller zu sehen. Mit A Time for Drunken Horses (2000, VIENNALE 2000) realisiert er seinen ersten Langfilm und erhält beim Festival in Cannes 2000 die Caméra dOr für den besten Erstlingsfilm. Filme (Auswahl): This Man Has Arrived (1995, KF), Like the Mother (1996, KF), Life in the Fog (1996, KF), Songs of My Motherland (2002).

DOKUMENTARFILM

So. 24.10.2004 um 23 Uhr, Stadtkino und

Mi. 27.10.2004 um 20:30 Uhr, Stadtkino

ZANANEH

Iran 2003

Regie: Mahnaz Afzali

Fraglich, ob es einen anderen Ort in Teheran gibt, an dem sich Frauen so ungezwungen unterhalten können wie in diesem öffentlichen WC. Viele Monate lang dokumentierte die junge iranische Schauspielerin Mahnaz Afzali in ihrem Regiedebüt die Zusammenkünfte von Prostituierten, Reporterinnen, Obdachlosen und Teenagern, die stundenweise aus ihrer häuslichen Enge flüchten. Afzali verdichtete deren Gespräche und Reflexionen zu einem befreienden Gesellschafts- und Sittenbild weiblicher Tragödien, Träume und Ansichten

Die iranische Schauspielerin Mahnaz Afzali enthüllt in The Ladies zwar traurige und tragische Geschichten, dennoch bleibt der Grundtenor des Films optimistisch: Die Frauen sprechen offen über ihr Leben, ihre Schicksalsschläge und ihre Versuche, eigene Entscheidungen hinsichtlich Ehe und Religion zu treffen. Sie rauchen in der Toilette Zigaretten, tratschen über ihre Ehemänner zu Hause, trinken gemeinsam Tee oder singen Lieder. So wird die Damentoilette nicht nur zu einer therapeutischen Beratungstselle, sondern auch zu einem Zufluchtsort für all diejenigen, die des Trosts oder des Verständnisses ihrer Geschlechtsgenossinnen bedürfen

MAHNAZ AFZALI

Geboren 1964 in Teheran. Mahnaz Afzali arbeitet als Schauspielerin in verschiedenen Filmen und Fernsehserien. 2000 realisiert sie mit dem Dokumentarfilm No Witness ihr Regiedebüt. The Ladies ist ihr zweiter Langfilm

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