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SPIELFILME
Do. 21.10.2004 um 11
Uhr, Urania und
Fr. 22.10.2004 um 16
Uhr, Urania
DASTAN NATAMAM

Iran / Irland 2004
Regie: Hassan
Yektapanah
Darsteller:
Mazdak Taebi, Mohamad Assadi, Peyman Jafari, Hassan Gol Mehdi Abadi
In unwegsamen Regionen des östlichen Iran
begleiten ein Regisseur und ein Kameramann eine Gruppe illegaler Flüchtlinge
auf ihrer gefahrvollen Odyssee. Nach einer Auseinandersetzung werden die
beiden Filmer kurzerhand auf die Straße gesetzt und finden sich allein in
der menschenleeren Gegend wieder. Die Flüchtlinge werden von der Polizei
aufgegriffen, aber das wieder aufgetauchte Filmduo kann alle Beteiligten
dazu überreden, in ihrer Doku-Fiktion mitzuspielen
Unter allen heute möglichen Grenzübertritten
sind die häufig besonders prekär, die in der Dritten Welt und den
Entwicklungsländern unternommen werden. Sie sind durch Armut,
Verzweiflung, Mangel an Wohnraum und politische Umwälzungen motiviert
Man reist, um Lebensmittel zu beschaffen,
manchmal geht es dabei ums nackte Überleben. Man
hofft auf Frieden oder wenigstens auf eine bessere Zukunft. Meiner Ansicht
nach ist das, was diese Reisenden zu finden erwarten, nichts als ein
Trugbild. Ich wollte authentisch von der Realität erzählen
Hassan Yektapanah
HASSAN YEKTAPANAH
Geboren 1963 in Teheran. Beginnt seine
filmische Laufbahn als Regieassistent bei Abbas Kiarostami und Jafar
Panahi. Mit seinem ersten Film, Djomeh (2000, VIENNALE 2000), gewinnt er
die Caméra dOr in Cannes für den besten Erstlingsfilm, Story Undone ist
sein zweiter Langspielfilm
Mo. 25.10.2004 um 23
Uhr, Stadtkino und
Di. 26.10.2004 um 15:30
Uhr, Gartenbau Kino
LAKPOSHTHA HAM PARVAZ MIKONAND

Iran / Irak 2004
Regie: Bahman
Ghobadi
Darsteller: Avaz
Latif (Agrin), Soran Ebrahim (Satellit), Saddam Hossein Feysal (Pasheo),
Hiresh Feysal Rahman (Hangao), Abdol Rahman Karim (Rega), Ajil Zibari
(Shirko)
Im kurdischen Grenzgebiet zwischen der Türkei
und dem Irak ist ein 13-jähriger Junge auf seinem Fahrrad unterwegs und
repariert Fernsehgeräte, richtet Antennen ein und installiert
Satellitenschüsseln. Auch die Ärmsten der Armen wollen sehen, was die
Welt weiß, und warten auf die Nachricht vom Ausbruch des großen Krieges
zwischen den USA und dem Irak. Satellit, so der Name des jungen Bastlers,
ist ein Verbündeter der Kinder, die zum großen Teil als Waisen, manche
von ihnen von Minen verstümmelt, in den Bergdörfern leben
Und plötzlich ist da Agrin, ein 14-jähriges
Mädchen, begleitet von ihrem größeren Bruder, der keine Arme mehr hat,
aber dafür vernünftige Visionen; und dem kleineren, der blind ist. Aber
nicht wirklich ihr Bruder ist, sondern hassgeliebter Sohn, gezeugt von
einem unbekannten irakischen Soldaten, der Agrin vergewaltigt hat. Wie
alle anderen ahnt Satellit nichts davon; nur kurze scheue Dialoge, viele
vergebliche Blicke der Sehnsucht verraten, wie tief sie sein Herz berührt
hat. Er wird sie nicht retten können, schon im ersten düsteren Filmbild
deutet der kurdische Regisseur Bahman Ghobadi unmissverständlich ihre
verzweifelte, todessehnsüchtige Traurigkeit an
BAHMAN GHOBADI
Geboren 1969 in Bané, Iran. Dreht
zahlreiche Kurzfilme und arbeitet als Assistent von Abbas Kiarostami. In
Samira Makhmalbafs Blackboards (2000) ist er als Darsteller zu sehen. Mit
A Time for Drunken Horses (2000, VIENNALE 2000) realisiert er seinen
ersten Langfilm und erhält beim Festival in Cannes 2000 die Caméra dOr für
den besten Erstlingsfilm. Filme (Auswahl): This Man Has Arrived (1995,
KF), Like the Mother (1996, KF), Life in the Fog (1996, KF), Songs of My
Motherland (2002).
DOKUMENTARFILM
So. 24.10.2004 um 23
Uhr, Stadtkino und
Mi. 27.10.2004 um 20:30
Uhr, Stadtkino
ZANANEH

Iran 2003
Regie: Mahnaz
Afzali
Fraglich, ob es einen anderen Ort in
Teheran gibt, an dem sich Frauen so ungezwungen unterhalten können wie in
diesem öffentlichen WC. Viele Monate lang dokumentierte die junge
iranische Schauspielerin Mahnaz Afzali in ihrem Regiedebüt die Zusammenkünfte
von Prostituierten, Reporterinnen, Obdachlosen und Teenagern, die
stundenweise aus ihrer häuslichen Enge flüchten. Afzali verdichtete
deren Gespräche und Reflexionen zu einem befreienden Gesellschafts- und
Sittenbild weiblicher Tragödien, Träume und Ansichten
Die iranische Schauspielerin Mahnaz Afzali
enthüllt in The Ladies zwar traurige und tragische Geschichten, dennoch
bleibt der Grundtenor des Films optimistisch: Die Frauen sprechen offen über
ihr Leben, ihre Schicksalsschläge und ihre Versuche, eigene
Entscheidungen hinsichtlich Ehe und Religion zu treffen. Sie rauchen in
der Toilette Zigaretten, tratschen über ihre Ehemänner zu Hause, trinken
gemeinsam Tee oder singen Lieder. So wird die Damentoilette nicht nur zu
einer therapeutischen Beratungstselle, sondern auch zu einem Zufluchtsort
für all diejenigen, die des Trosts oder des Verständnisses ihrer
Geschlechtsgenossinnen bedürfen
MAHNAZ AFZALI
Geboren 1964 in Teheran. Mahnaz Afzali
arbeitet als Schauspielerin in verschiedenen Filmen und Fernsehserien.
2000 realisiert sie mit dem Dokumentarfilm No Witness ihr Regiedebüt. The
Ladies ist ihr zweiter Langfilm
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